Wirtschaftlichkeit und Controlling für ambulante Pflegedienste

Kostenrechnung, Kalkulation, Liquidität und Steuerung – damit Sie wissen, welche Leistung sich trägt und wo der Hebel liegt.

Wirtschaftlichkeit im ambulanten Pflegedienst: Welche Leistung trägt sich?

Viele ambulante Pflegedienste arbeiten am Anschlag und wissen trotzdem nicht genau, woran es liegt. Die Touren sind voll, das Personal ist da, am Monatsende bleibt zu wenig übrig. Solange die Zahlen dahinter nicht transparent sind, bleibt jede Maßnahme ein Versuch.

Mit Kostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung machen wir sichtbar, welche Leistungsart welchen Beitrag liefert, wo Kosten entstehen und welche Stellschrauben tatsächlich wirken. Ein Controlling, das im Alltag nutzbar ist, wird damit zur Entscheidungsgrundlage und nicht zu einem Bericht, den niemand liest.

Besonders wichtig wird das durch die geplante Pflegereform: Der Entwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz baut unter anderem die Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI und den Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI um. Wer heute eine belastbare Kalkulation hat, kann durchrechnen, was das für den eigenen Dienst bedeutet. Wer keine hat, merkt die Folgen erst, wenn sie eingetreten sind. 

Eine erste Größenordnung liefert Ihnen unser kostenloser Pflegereform-Rechner – in etwa zwei Minuten.

Kostenrechnung und Preiskalkulation im ambulanten Pflegedienst

Bevor sich steuern lässt, muss klar sein, wo Kosten entstehen und was einzelne Leistungen tatsächlich kosten. Wir gehen Ihre Kostenstruktur durch und legen die Kostenstellen offen — an welchen Punkten sich Kosten sammeln und wo Bewegung möglich ist.

Auf dieser Grundlage entsteht eine Preiskalkulation, die trägt. Gerade bei Leistungen, die frei kalkuliert werden, wird das oft unterschätzt: Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI und Angebote im Rahmen des Entlastungsbetrags nach § 45b SGB XI werden häufig nach Gefühl bepreist oder von anderen Diensten abgeschaut.

Zur Kalkulation gehört auch, was viele Dienste auslassen: unternehmerisches Wagnis, Unternehmerlohn und ein angemessener Gewinn. Wer diese Positionen nicht ansetzt, arbeitet rechnerisch unter Wert und merkt es erst, wenn Rücklagen fehlen.

Prüfen Sie, wann Ihre Kalkulation zuletzt gerechnet und nicht nur fortgeschrieben wurde.

Liquidität planen statt verwalten

Ein wirtschaftlich gesunder Dienst kann in Zahlungsschwierigkeiten geraten, wenn Ein- und Auszahlungen zeitlich auseinanderfallen. Personalkosten fallen monatlich an, Zahlungen der Kassen kommen später und bei wachsenden Diensten wird diese Lücke größer, nicht kleiner.

Wir bauen mit Ihnen eine Liquiditätsplanung auf, die vorausschaut statt nachzurechnen: Wann wird es eng, wie groß ist der Puffer, welche Entscheidungen lassen sich damit überhaupt treffen.

Wer weiß, wie viel Spielraum in den nächsten Monaten besteht, entscheidet früher und ruhiger.

Kennzahlen, mit denen Leitungskräfte arbeiten können

Ein Controlling nützt nur, wenn jemand die Zahlen liest und daraus etwas ableitet. Wir legen deshalb wenige Kennzahlen fest, die zu Ihrem Dienst passen und erklären, wie sie zustande kommen.

Ausschöpfungsgrad der Pflegesachleistungen. Wie viel des möglichen Leistungsrahmens tatsächlich abgerufen wird — je Kunde und über den Bestand.

Verhältnis von Einsatzzeit zu Anwesenheitszeit. Wie viel der bezahlten Arbeitszeit beim Kunden ankommt und wie viel für Organisation, Wege und Dokumentation aufgeht.

Deckungsbeitrag je Leistungsart. Welche Leistung trägt sich, welche wird quersubventioniert.

Bei Trägern mit mehreren Standorten kommt eine vierte Ebene dazu: Die Kennzahlen müssen zwischen den Standorten vergleichbar sein. Sonst diskutiert man über Unterschiede, die in Wahrheit aus verschiedenen Rechenwegen stammen.

Drei Kennzahlen, die verstanden werden, steuern besser als zwanzig, die niemand liest.

Planung für Träger und einzelne Dienste

Aus den Zahlen wird eine Planung: Wo soll der Dienst in zwei Jahren stehen, welche Leistungen sollen wachsen, welche Investitionen sind tragfähig. Für Existenzgründungen und Erweiterungen erstellen wir den betriebswirtschaftlichen Teil des Geschäftsplans.

Zeigt die Analyse, dass die Ursache nicht in den Zahlen, sondern in den Abläufen liegt — in der Tourstruktur, in der Dienstplanung, in der Aufgabenverteilung — arbeiten wir dort weiter.

Zahlen zeigen, wo es klemmt. Gelöst wird es in der Organisation.

Zu Unternehmensbewertung, Break-even-Analyse und unternehmerischem Wagnis hat Michael Fikar mehrfach veröffentlicht, unter anderem als Mitautor eines Fachbuchs.

Wirtschaftlichkeit im Gespräch klären

Sagen Sie uns, wo es aktuell klemmt: Die Zahlen stimmen nicht, die Kalkulation ist veraltet oder Sie möchten wissen, welche Auswirkungen die aktuelle Pflegereform auf Ihren ambulanten Dienst haben kann. Wir sagen Ihnen offen, ob und wie wir Sie unterstützen können. Das Erstgespräch ist kostenlos und dauert etwa 30 Minuten.

Wir arbeiten vor Ort in Baden-Württemberg und bundesweit – im Projekt und per Video.

Vor Ort in Baden-Württemberg. Bundesweit im Projekt und per Video.

©Unternehmensberater & Coach Fikar GbR

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